Liebe K-News-Leserin, lieber K-News-Leser,
der 1. Mai und Kirche haben ja zum Glück nicht so viel miteinander zu tun. Endlich mal ein Feiertag, an dem ich ausschlafen kann, weil kein früher Gottesdienst den gesamten Familientumult ins Rollen bringt. Da dürfen mal andere aufstehen, die sonst vielleicht eher liegen bleiben, war lange meine heimliche Freude.
Seit ich bei der Betriebsseelsorge arbeite, nehme ich besonders Menschen in ihrem Arbeitsumfeld in den Blick. Der 1. Mai ist DER Tag in Deutschland, an dem im politischen Umfeld seit über hundert Jahren für menschenwürdige Arbeitsverhältnisse, gerechte Bezahlung und soziale Sicherheit demonstriert und gekämpft wird. An dem jeder Mensch, auch im Kontext seiner Arbeit, in seiner Ganzheit, seiner Würde gesehen wird.
Und da wird mir klar, die Botschaft dieses Tages betrifft mich doch auch. Denn wenn ich mich an Jesus orientiere, dann muss ich wieder aufstehen, für Chancengerechtigkeit, soziale Teilhabe, Lohngerechtigkeit, für die strukturell Schwächeren und die am Rand stehenden...
Also schwinge ich mich am 1. Mai, mit meinem neuen Blick auf alte Themen doch wieder aus dem Bett und mache mich, gerade als Christin, wieder auf den Weg, diesmal auf den Marktplatz!
Für Brot und Rosen
Birgit Elsasser, Betriebsseelsorgerin
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