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Liebe K-News-Leserin, lieber K-News-Leser,
in der vergangenen Woche waren Mutter- und Vatertag. Viele Mütter und Väter wurden mit selbstgebastelten Geschenken oder Blumen bedacht, bekamen einmal das Frühstück gerichtet oder wurden in anderer Weise verwöhnt. Das gelingt den Kindern mal mehr, mal weniger, jeder kennt vermutlich die Zeit vor dem Frühstück, wo Mutter oder Vater nicht in die Küche kommen sollen, aber die Geräuschkulisse leicht beunruhigend klingt…
Mir fällt da immer eine Begebenheit ein, die meine Mutter (geboren 1929) mir von einer Nachbarin aus ihrer Jugend erzählte:
Diese Familie war glücklich und stolz über vier Söhne, alle gesund und tatkräftig. Die drei Älteren wurden nacheinander in den Krieg eingezogen und fielen alle drei. Jetzt lebte nur noch der Jüngste, der zu jung für den Krieg war. In ihn setzte die Familie alle Hoffnung und Liebe. Er fand auch eine gute Arbeitsstelle im nahegelegenen Steinbruch. Doch eines Tages kam auch er nicht zurück- eine fehlgeschlagene Sprengung kostete sein Leben.
Diese Frau schaute oft, wenn die anderen Kinder in der Straße zu laut spielten und von ihren Eltern gescholten wurden, hinaus und sagte wehmütig mehr zu sich: „Ach, wären unsere Kinder noch einmal klein…“
Dieser Satz hat sich mir tief ins Gedächtnis eingegraben. Und so denke ich oft, wenn ich meinen Kindern zusehe und auch etwas mal nicht so gelingt, wie ich es gern gesehen hätte, wie dankbar und gesegnet ich mit ihnen bin.
Jeden Tag- und besonders an Mutter- und Vatertag.
Ihre Renate Tholen
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